EUROGUSS 2026: Warum die teuersten Fehler im Druckguss am Bildschirm entstehen
Nürnberg, 13.–15. Januar 2026 – Wenn ein Gussteil in der Serie Probleme macht, liegt die Ursache selten in der Gießerei. Sie liegt Monate früher, in einer Geometrie, die niemand rechtzeitig hinterfragt hat. Genau an diesem Punkt setzte der Auftritt von Teraport auf der EUROGUSS 2026 an.
Europas führende Fachmesse für Druckguss versammelte in Nürnberg 722 Aussteller aus 37 Ländern und rund 15.000 Fachbesucher. Teraport war mit zwei Softwarelösungen vor Ort, die dieselbe Frage aus unterschiedlichen Richtungen beantworten: Was kostet mich diese Geometrie – technisch und wirtschaftlich?
Kritische Geometrien erkennen, bevor sie teuer werden
Mit veoCAST zeigte Teraport, wie sich Bauteile über die gesamte Prozesskette hinweg absichern lassen. Materialanhäufungen, ungünstige Wandstärkenverläufe, schwer entformbare Bereiche – virtuelle Analysen und die veo Quality Gates machen solche Risiken sichtbar, solange Änderungen noch günstig sind.
Dass das keine Theorie bleibt, war den Besuchern wichtig. „Wir haben am Stand mit realen Kundenprojekten gearbeitet, nicht mit Demogeometrien“, berichtet Dr. Stefan Wittmann, Produktmanager veo und Leiter der Algorithmus-Entwicklung bei Teraport. „Wenn jemand sein eigenes Bauteil auf dem Bildschirm sieht und die kritische Stelle sofort erkennt, erübrigt sich jede Diskussion über den Nutzen.“
Werkzeugkosten, die sich erklären lassen
Der zweite Schwerpunkt lag auf mido. Die Software kalkuliert Werkzeug- und Formkosten automatisiert aus dem 3D-CAD-Modell, identifiziert die relevanten Kostentreiber direkt am Bauteil und macht nachvollziehbar, woher eine Zahl kommt.
Für Einkauf und Vertrieb ist das der entscheidende Unterschied. „Eine Kalkulation ist erst dann belastbar, wenn alle Beteiligten sie verstehen“, sagt Philipp Hübner, Produktmanager mido bei Teraport. „mido liefert nicht nur ein Ergebnis, sondern die Begründung gleich mit – schnell, standardisiert und für jeden im Projekt nachvollziehbar.“
Der Bedarf ist da – und er wird konkreter
Auffällig war in Nürnberg, wie präzise die Fragen der Besucher inzwischen sind. Es ging seltener um das Ob, häufiger um Integration, Schnittstellen und Rollout im eigenen Prozess.
„Moderne Gussteilentwicklung braucht mehr als Theorie“, fasst Raphael Heilig, Geschäftsführer von Teraport, zusammen. „Sie braucht Werkzeuge, die im Alltag funktionieren – praxisnah, effizient und wirtschaftlich vertretbar. Die Gespräche auf der EUROGUSS haben gezeigt, dass die Branche genau danach sucht.“
Die auf der Messe begonnenen Projekte werden derzeit fortgeführt – mit Teams, die früher entscheiden wollen als bisher.